Meister der Farbe und des Lichts

 

Biografie

Victor Charreton wurde in Bourgoin (Isère, Frankreich) am 2. März 1864 geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Paris, praktizierte er als Anwalt in Paris und Lyon.

 

Er malte zunächst nur aus Liebhaberei, jedoch mit großem Erfolg: 1894 stellte er erstmals in Lyon aus, ein Gemälde mit dem Titel "Matin en Montpeyroux ', und später im selben Jahr in Paris am Salon des Artistes francais, mit 'Soir d'Octobre'.

 

Letztlich widmete er sich ganz der Malerei. Im Jahr 1902 zog er nach Paris, wo er bei Ernest Victor Hareux und Louis Aime Japy studierte.

 

Er fand seine Inspiration in Paris und bei seinen Reisen durch Frankreich. Er malte in Montmartre, den Garten des Luxembourg, in der Provence und der Bretagne. Außerdem reiste er nach Algerien im Jahre 1905, Spanien, England, Belgien und Holland im Jahr 1913.

 

Charreton errang zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter etwa eine Silbermedaille 1912 und eine Goldmedaille im Jahr 1913.

 

Charreton war einer der Gründungsmitglieder des Salon d'Automne und wurde Ritter der Ehrenlegion 1914.

 

Er war Lehrer an der Académie Julian in Paris von 1919 bis 1925.

 

Er beteiligte sich an vielen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland, in New York (1919-1925), Toledo (1926, 1934), Pittsburgh (1933), Cleveland (1934) und in Japan (1920, 1928).

 

Im Jahr 1931 wurde das Musée Victor Charreton eingeweiht.

 

Victor Charreton ist berühmt für seine Landschaften und Stillleben, die aus der impressionistischen Tradition entstehen und versuchen, momentane Wirkungen bestimmter Tageszeiten oder Jahreszeiten, bei Sonnenuntergang oder in einer verschneiten Landschaft zu erfassen.

 

Darüber hinaus reiste er ausgiebig mit seiner Frau und besuchte Italien, Deutschland, die Niederlande, Belgien, England, Spanien und Marokko.

 

Seine Entwicklung ging eher in Richtung der Fauves, mit einer Verwendung von satten und leuchtenden Farben insbesondere in den Mauves und Violetts, die seinen Stil charakterisieren.

 

Charreton starb am 26. November 1936, im Alter von 72 Jahren.

 

Victor Charreton | Leben und Werk | Download PDF

 

 

Gemälde in öffentlichen Sammlungen

Boston Museum of Fine Arts

Brooklyn Museum, New York City (Neige, Auvergne, 1899)

Cleveland Museum of Art, Ohio, USA

Gibbes Museum of Art, Charleston, USA

Musée d'Orsay, Paris (La neige)

Musée Murol (Hiver à Château Murol)

Musée d'Art Roger Quilliot, Clermont-Ferrand (Neige à Murols)

Musée des Beaux-Arts, Chambéry (Maison dans les arbres; Maison dans un jardin)

Musée des Beaux-Arts, Lyon (Paysage d’hiver)

Musée de Grenoble (Neige au Breuil)

New Orleans Museum of Art

 

Wichtige Ausstellungen

Musée de Bourgoin-Jallieu (Mai-Nov. 2003). Mit Katalog.

 

Bibliografie

R. Chatin, B. Chatin, Victor Charreton: catalogue raisonné, Paris, 2007

Victor Charreton, itinéraire d’un peintre voyageur par Valérie Huss, Brigitte Riboreau et Vincent Pomarède, les presses du réel, 2004

Maurice Wantellet, Deux siècles et plus de peinture dauphinoise, Grenoble, édité par l'auteur, 1987, 269 p. (ISBN 2-950223-0-7)

Maurice Wantellet, Le Dauphiné et ses peintres, une source d'inspiration, éditions Le Dauphiné, 2003, 52 p. (ISBN 2-911739-49-3)